Ur-Pippi – Wir stopfen das Sommerloch mit Klassikern

Autor: Astrid Lindgren
Kommentator: Ulla Lundquist
ISBN: 978-3789141591
Verlag: Oetinger

“Zwei mal drei macht vier, widdewiddewitt und drei macht Neune, ich mach‘ mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefällt. Hey – Pippi Langstrumpf, trallari trallahey tralla hoppsasa, hey – Pippi Langstrumpf, die macht, was ihr gefällt…”

Handlung:
Pippi Langstrumpf zieht mit ihrem Affen und ihren Pferd allein in die Villa Kunterbunt, wo sie die Nachbarskinder Tommy und Annika Settergren kennenlernt. Im Laufe des Buches erlebt sie mit den beiden die verschiedensten Abenteuer, wie einen Zirkusbesuch, den Besuch von Dieben oder Polizisten, einen Schulbesuch  oder auch ein Kaffeekränzchen bei den Settergrens.

Hauptfiguren:
Pippi Langstrumpf ist neun Jahre alt und zieht zu Beginn des Buches allein in die Villa Kunterbunt. Ihr Vater ist Kapitän und wurde von seinem Schiff ins Meer geweht. Pippi ist aber überzeugt, dass er bald wieder kommen wird. Ihre Mutter ist schon gestorben, als Pippi noch ganz klein war. Pippi ist ein sehr starkes Mädchen; mit ihren Kräften kann sie sogar ihr Pferd stemmen, welches sie sich von ihren Goldstücken gekauft hat. Außerdem lebt bei ihr ein kleiner Affe, den sie Herr Nilsson nennt.  Pippi hat auch einen außergewöhnlichen Kleidungsstil, denn sie trägt verschiedenfarbige Strümpfe und übergroße Schuhe.

Tommy und Annika Settergen sind Geschwister und leben im Nebenhaus  der Villa Kunterbunt  bei ihren Eltern. Sie sind sehr wohlerzogen und immer ordentlich gekleidet. Außerdem gehen beide regelmäßig zur Schule.

Entstehung des Buches:
Mit sieben Jahren hatte Astrid Lindgrens Tochter Karin eine starke Lungenentzündung, weshalb sie mit schweren Fieberschüben im Bett lag. Sie halluzinierte und bat ihre Mutter ihr die Geschichte von „Pippi Langstrumpf“ zu erzählen. Daraufhin erfand Astrid Lindgren ein neun Jahre altes Mädchen, welches solche Kräfte hatte, dass sie ein Pferd stemmen konnte.  Dieses erlebte viele verschiedene Geschichten, welche Lindgren ihrer Tochter, ihren Neffen und Nichten und all ihren Freunden erzählte. Zu ihrem zehnten Geburtstag bekam Karin die niedergeschriebenen Geschichten der Pippi Langstrumpf von ihrer Mutter, obwohl Karin dies nicht wollte, weil sie Pippi weiterleben lassen und nicht in ein Buch „einsperren“ wollte.  Kurz darauf schickte Lindgren das Manuskript einen bekannten Buchverlag, mit einem Brief in dem sie bittet, nicht das Jugendamt wegen dieses Buches zu alarmieren, da ihre Kinder keinen Schaden durch diese Geschichten bekommen haben. Fast ein halbes Jahr später bekam Lindgren die Ablehnung ihres Manuskriptes zugesendet, da es nicht in den Produktionsplan der nächsten Jahre passe. Dadurch erkannte sie, dass kein Verlag ihr Buch im ursprünglichen Zustand herausbringen würde, somit verändert sie es zu vierzig Prozent. Diese Fassung wurde kurz darauf veröffentlicht. Der Roman wurde sogar in über 50 Sprachen übersetzt und mehrmalig verfilmt.  2007 wurde das ursprüngliche Manuskript der Pippi Langstrumpf, anlässlich Astrid Lindgrens 100.Geburtstag, unter dem Titel „Ur-Pippi“ veröffentlicht.

 

Jedem Fan von Pippi Langstrumpf, und natürlich denen, die es werden möchten, lege ich dieses Buch ans Herz. Man sieht hier wirklich, wie das Original-Manuskript 1944 ausgesehen hat. Ebenso werden beide Texte nebeneinander gestellt, um zu zeigen, wie die Geschichte wirklich veröffentlicht wurde und warum sie überhaupt geändert wurde. Es ist ein absolutes Highlight, hinter diese Kulisse blicken zu dürfen!

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6 Antworten zu Ur-Pippi – Wir stopfen das Sommerloch mit Klassikern

  1. karin schreibt:

    Huhu,

    ja, die gute alte Pipi immer wieder lesenswert, finde ich.

    Schönen Mittwoch..LG..Karin…

  2. Annika schreibt:

    Huhu!

    Sowas, ich habe gar nicht mitbekommen, dass das Ur-Manuskript nun veröffentlicht wurde. Als Pipi Langstrumpf-Fan interessiert mich das natürlich brennend. 😀
    Also danke für den Hinweis durch eure tolle Aktion, 😉

    Liebe Grüße, Annika (Übrigens nach Annika Settergen benannt :D)

  3. Evy Heart schreibt:

    Das klingt interessant! Ich war nie ein Fan von Pippi, aber dass das Manuskript abgelehnt wurde, wusste ich nicht! Was unterscheidet beide Versionen? Und welche hat dir besser gefallen?

  4. Pingback: Wir stopfen das Sommerloch mit Klassikern – Nathaniel Hawthrone

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