Bloggeraktion: Die Clans der Seeker – Blogger meets Buchhändler

Durch eine Bloggeraktion des Arena-Verlages wurde ich mal zu einer besonderen Sache angeregt. Ich sollte eine Buchhandlung meiner Wahl besuchen, und der Person, die sich am besten in der Jugendbuchabteilung auskennt, „Die Clans der Seeker“, dessen Rezension ihr sicher schon gelesen habt, vorstellen. Deshalb war ich am Dienstag beim Bücherwurm im REZ Regensburg und durfte mich mit Frau Vanha unterhalten.
Und was soll ich sagen, es war nicht nur ein sehr interessantes und aufschlussreiches Gespräch, sondern auch zuerst sehr überraschend für mich. Denn nach dem ich ihr kurz den Inhalt des Buches vorgestellt habe, meinte sie nur, dass wäre ein Buch zu dem sie nicht mehr wirklich greifen würde. Denn augenblicklich handeln sehr viele Jugendbücher davon, dass eine junge Frau entweder in ein bestimmtes System gesteckt wird oder ihr etwas vorgelogen wird um ihren Lebensweg auszuwählen und versucht dann, meist mit Hilfe eines jungen Mannes aus diesem System zu fliehen. Sie verstehe zwar die Verlage, da sie weiß, dass gerade diese Themen sehr gerne gekauft werden, dennoch wünscht sie sich als Buchhändlerin endlich mal was Neues. Sie weiß zwar, dass es keine „neuen“ Geschichten geben wird, sondern alte neu erzählt werden, aber nichtsdestotrotz mag sie diesen Bereich nicht mehr so sehr, weil alle ziemlich den gleichen Handlungsstrang haben. Außerdem haben wir festgestellt, dass Jugendfantasy-Romane sehr selten als Einzelband erscheinen, sondern meist Trilogien oder sogar Reihen sind.
Natürlich haben wir uns auch darüber unterhalten, was sie meine, welches Thema als nächstes den großen „Hype“ in der Jugendbücherwelt bekomme. Sie ist der Meinung, der nächste Durchbruch werden Geschichten aus der Realität, wie z.B. von Colleen Hover oder John Green. Denn dieser sei bei uns zwar erst richtig bekannt durch „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, aber in Amerika hatte er schon seinen Durchbruch.

Ein weiteres Thema unseres Gesprächs war, dass sich die meisten Jugendbücher ab 14 Jahren sich an die Mädchen richten. Gerade beim Durchsehen von Verlagsvorschauen wird dies besonders deutlich. Denn wenn man die verschiedenen Bücher markiere, ob eher für Jungen oder für Mädchen, überwiegt der Mädchenanteil ungemein. Es sei zwar wirklich so, dass vor allem Mädchen in dieser Altersklasse mehr lesen, aber auch das Angebot wäre viel ansprechender. Für Buchhändler ist es ziemlich schwierig immer das Passende für die Jungen im Regal zu präsentieren, da es zu wenig Auswahl gibt.

Kurz vor Ende durfte ich noch einen „Blick hinter die Kulissen“ werfen, und zwar durfte ich das Regal mit den Leseexemplaren bewundern. Aber auch da wurde mir gesagt, dass sie als Buchhändlerin am Liebsten zuerst zu Büchern greift, die ein besonderes Cover haben, die ein außergewöhnliches Buch versprechen. Gerade Cover, bei denen man auf den ersten Blick schon sieht, dass es sich wieder um so ein „Hype-Thema“ handelt, wird zuerst mal nicht gleich gelesen. Natürlich lesen Buchhändler auch Bücher, die ihrem Geschmack nicht so entsprechen, denn schließlich möchten sie jeden Kunden richtig beraten, aber dennoch wäre es für sie schön einmal was Anderes in Händen zu halten.

Ich hoffe, ich konnte das Gespräch meiner Gesprächspartnerin richtig wiedergeben. Ich fand es jedenfalls sehr aufschlussreich und bedanke mich auf diesen Wege nochmal herzlich dafür, dass sie sich für mich Zeit genommen hat. Außerdem noch ein großes Dankeschön an den Arena-Verlag für diese tolle Bloggeraktion.

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