Blogtour – ein Interview mit den Ellenberg-Schwestern

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Zuerst einmal herzliches Beileid zu eurem Verlust. Ich denke, es ist sehr schwer, dass ihr eure Großmutter verloren habt.

Lotta: Danke. Ja, es ist nicht einfach, von heute auf morgen einen geliebten Menschen zu verlieren. Mir werden die Donnerstage fehlen, an denen wir immer Schnitzel gegessen und geredet haben.

Lea: Ich kann es, ehrlich gesagt, immer noch nicht fassen, dass unsere Oma nicht mehr bei uns ist. Aber ihrer Nachbarin Hildegard versucht gerade, ihre Rolle einzunehmen und uns den Verlust leichter zu machen.

Da ihr gerade von der Nachbarin Hildegard sprecht, sie wird ja bald eure Nachbarin werden, da ihr ja das Haus eurer Großmutter geerbt habt. Meint ihr, es wird einfach mit ihr?

Lotta: Ganz gewiss nicht, denn diese Frau hat soviel Power, dass wir gar nicht hinterher kommen. Sie hat uns schon so viele Dinge genannt, die wir im Laufe des Jahres erledigen müssen und die unsere Oma auch gemacht hat, dass mir schon der Kopf platzt.

Lea: Ach, mach dir nicht so viel Stress, du traust dich ja nur nicht, Hildegard in ihrer Schranken zu weisen, so wie Oma es immer gemacht hat. Wenn man ihr einfach mal widerspricht, kriegt sie sich auch wieder ein.

Lotta: Du siehst das ein bisschen zu einfach. Du kannst dich doch nicht einfach schon mit unseren neuen Nachbarn anlegen, nur weil du ständig gegen alles bist.

Wie steht ihr eigentlich dazu, dass ihr beide nun das Haus eurer Oma geerbt habt bzw. dass ihr erstmal ein Jahr zusammen darin leben müsst, damit ihr es behalten könnt.

Lea: Ich finde das Ganze gar nicht so schlecht, denn versuchen kann man es mal. Wenn wir es nicht versuchen, können wir das Haus sowieso nicht behalten. Aber meine Schwester ist nicht besonders davon angetan, denn sie ist ein Kontrollfreak und da kommt ihr so ein spontaner Umzug nicht gerade recht.

Lotta: Ich bin kein Kontrollfreak, ich habe Methatesiophobie.

Lea: Hä, was soll denn das sein?

Lotta: Ich habe Angst vor Veränderungen, ich brauche meine Gewohnheiten, meinen gewohnten Tagesablauf usw. Ich habe ja schon Probleme in einen anderen Supermarkt zu gehen.

Lea: Aha, naja, wir werden das schon irgendwie hinkriegen.

Wie steht ihr denn dem Thema „Männer“ in eurem Leben gegenüber?

Lea: Also ich würde sagen ganz Positiv, ich habe schließlich auch männliche Mitbewohner in meiner WG und komme ganz gut mit diesen aus. Ob irgendwann der Richtige vorbeischaut, wird sich zeigen. Ich bin ja schließlich noch jung.

Lotta: Mit Männern habe ich so meine eigenen Erfahrungen gemacht, über die ich nicht so gerne reden möchte. Da wir aber in nächster Zeit mit einigen Männern zusammenarbeiten müssen, schließlich wird das gesamte Haus renoviert, werde ich hier nichts Negatives von mir geben. Außerdem ist auch unser direkter Nachbar ein Mann. Meine Oma redete immer vom Grafen, und mit den Nachbarn soll man es sich schließlich nicht verderben.

Lea: Jaja, immer nett und freundlich sein und niemandem auf den Schlips treten.

Ich kann deine Schwester schon irgendwie verstehen, denn schließlich zieht ihr nach Droggendiel, einem ziemlich kleinen Ort, da könnte es schon Probleme geben. Oder etwa nicht?

Lea: Klar ist Droggendiel ein ziemlich kleiner Ort, wo jeder den anderen kennt. Aber dennoch muss man sich nicht immer alles gefallen lassen.

Lotta: Trotzdem muss man versuchen, sich in die Gemeinschaft einzubringen. Und da hilft es nicht, wenn man schon vor dem Einzug bestimmte Personen schlecht macht.

Lea: Ist ja schon gut! Wir werden sicher mit den Leuten dort klar kommen. Oma hat sich dort ja auch immer wohl gefühlt!

Es scheint, als wärt ihr im Großen und Ganzen doch einer Meinung. Ich wünsche euch jedenfalls in eurem gemeinsamen Jahr viel Erfolg und Durchhaltevermögen, damit ihr das Haus auch wirklich erbt. Was habt ihr eigentlich nach diesem Jahr so vor?

Lotta: Darüber habe ich mir, ehrlich gesagt, noch gar keine Gedanken gemacht. Denn im Augenblick habe ich so viele Dinge bezüglich des Hauses auf meiner „To-Do“ Liste stehen, dass ich gar keine Zeit habe, mir darüber schon Gedanken zu machen. Und meinen Job als Übersetzerin habe ich schließlich auch noch. Außerdem wären das schon wieder Veränderungen, die ich erstmal lieber verdränge.

Lea: Naja, und ich bin eher ein Mensch, der in den Tag hineinlebt und sich über später keine großen Gedanken macht. Lassen wir jetzt erstmal alles auf uns zukommen und dann sehen wir weiter!

Dann danke ich euch doch für eure offene und ehrliche Meinung und dass ihr euch für mich Zeit genommen habt. Ich wünsche euch alles Gute!!


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3 Antworten zu Blogtour – ein Interview mit den Ellenberg-Schwestern

  1. karin schreibt:

    Hallo und guten Tag,

    interessantes Interview das Du da geführt hat, liebe Bloggerin und bei so verschiedenen Mädels, bin ich gespannt, wie es weitergeht.

  2. LilStar schreibt:

    Huhu! Ich habe ja schon gesagt, dass ich dieses Interview klasse finde, aber hier nochmal! 😉 Liebe Grüße, Nicole

  3. Pingback: Blogtour "Land in Sicht" von Kristina Steffan - Tag 8 - Handlungsorte - Manjas Buchregal

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